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Leitfiguren in der NUB?!

Leitfiguren in der NUB

Mit Hilfe von Leitfiguren den Kindern den Zugang zur Natur vereinfachen. Geht das?
Braucht es das? Was können Leitfiguren in der Natur alles? Welche Chancen und Möglichkeiten bieten sie?
Simone Kleiber und Nathalie Bossi haben beide mit unterschiedlichen Fragestellungen ihre Abschlussarbeit im CAS Naturbezogene Umweltbildung zu diesem Thema verfasst.
Wir fragen nochmals genauer nach.
Ein Erfahrungs-Austausch mit Simone Kleiber und Nathalie Bossi

Was sind Leitfiguren?

Nathalie Bossi: Figuren sind Objekte, die zum Spielen verwendet werden. Eine Leitfigur ist eine Figur, die einen festen Platz in einem Figurenspiel hat. Sie lebt vielleicht an einem bestimmten Ort und ist in Figurenspielen immer wieder präsent – auch über eine längere Zeitspanne. Es gibt ganz verschiedene Arten von Figuren. Mit Hilfe des Figurenspiels werden Figuren „lebendig“. So unzählig wie die Arten von Figuren sein können, so verschiedenartig sind auch die Figurformen. Von Fingerpuppen, Handpuppen, Handstabfiguren, Klappmaulfiguren, Marionetten, Masken, Schattenfiguren, bis Sockenpuppen ist die Aufzählung nicht abschliessend.

Leitfiguren helfen, einen emotionalen Bezug zum Thema herzustellen.


Warum gerade dieses Thema?

Simone Kleiber: Ich hatte keine Erfahrung im Beispielen von Leitfiguren, doch war ich schon immer von den Leitfiguren fasziniert. So packte ich die Chance, mich in die neue Materie einzuarbeiten.


Nathalie Bossi: Die Faszination und gleichzeitig der grosse Respekt am Figurenspiel und vor allem auch der vielseitige und tägliche Einsatz mit Figuren im Waldalltag bei naturspielwald, wo ich im Moment arbeite, führte mich zu verschiedenen Fragen in dieser Thematik.

Wie habt ihr euch auf diese Thematik vorbereitet? Hattet ihr fachlichen Austausch? Unterstützung? Könnt ihr Literatur empfehlen?

Nathalie Bossi: Bevor Simone und ich uns überhaupt mit der Planung und unseren Figuren auseinander gesetzt haben, konnten wir Hanspeter Bleisch besuchen. Hanspeter ist seit über 40 Jahren Puppenspieler. Das Gespräch mit ihm half Simone und mir sehr, die Schwerpunkte für die Abschlussarbeit sowie die didaktische Fragestellung zu definieren. Ebenfalls haben wir von Hanspeter zahlreiche Anregungen und wertvolle Tipps für die Umsetzung der eigenen Leitfigur und die Planung des Figurenspiels erhalten.
Mir persönlich half der Austausch mit meinen Teamkolleginnen von naturspielwald sehr – und auch einfach, dass ich so viele Erfahrungen im Spielen mit Figuren machen konnte und immer noch machen kann. Die Übung macht die Meisterin...
Simone und ich haben wenig Literatur über Figurenspiel und dessen didaktischen und pädagogischen Wert gefunden. In spieltherapeutischen Ansätzen ist jedoch viel darüber zu lesen und die Wichtigkeit des Figurenspiels wird betont. Auch im heilpädagogischen und psychologischen Kontext findet man einiges zu diesem Thema. Über die Wirkung von Figuren auf Kinder konnte ich vereinzelt etwas finden – ebenso zum Leitfigureneinsatz in der Naturpädagogik. Kürzlich ist ein neues Praxisbuch herausgekommen zum Thema «Figuren im Unterricht», das ich mir sicherlich anschaffen möchte.


Simone Kleiber: Das Buch «Das Letzte Kind im Wald» von Richard Louv hat nochmals verdeutlicht, wie wichtig die Natur für die Kinder ist. Ich finde das Buch sehr empfehlenswert. Richard Louv meint zum Beispiel, dass das Empfinden der Natur und darin zu spielen für die Kinder gleichbedeutend ist, wie die Atemluft für die Seele. Weiter meint Louv: «Zurzeit ist selbst die umfangreichste Forschung nicht in der Lage, den vollen Nutzen unmittelbarer Naturerfahrung zu erfassen. Doch wird die Wichtigkeit für Kinder ist gleichgestellt wie gesunde Ernährung und genügend Schlaf. Das zwingt uns über den Zugang der Kinder zur Natur nachzudenken.»

Ich habe gemerkt, wie stark Leitfiguren helfen können eine Gruppe für ein Thema bereit zu machen, die Neugier zu wecken und den Fokus auf etwas zu lenken.


Welche Figuren habt ihr ausgewählt? Und warum?

Nathalie Bossi: An den Frühlings-Erlebnistagen von naturspielwald ist der Frühlingswald ein wichtiger Schwerpunkt. Simone hatte die Idee, dass sie gerne etwas zu einer speziellen Baumart, am liebsten zur Eiche, machen möchte. Im Gespräch wurde die Eiche sofort zu einer Figur - zur «knorrigen Eiche». Der «quirlige Eichelhäher» war für uns der logische Gegenpart. Im Badener Rotholzwald, wo die Erlebnistage stattgefunden haben, gibt es viele Eichelhäher und einige Eichen. Der Bezug zum aktuellen und exemplarischen Lernen war dadurch gewährleistet.

Nathalie und Simone während einem Figurenspiel mit dem Eichelhäher und der knorrigen Eiche.

Welche Rolle spielen die Figuren an den Erlebnistagen?

Nathalie Bossi: Die Figuren Eichelhäher und Eiche spielten im wahrsten Sinne eine wichtige Rolle an den beiden Erlebnistagen. Sie griffen ausgewählte Inhalte zu den Schwerpunkten Frühlingswald, Eichelhäher und Eiche auf und halfen in ihrer speziellen Rolle mit im Vermitteln. Sie stellten den Kindern Fragen und Aufträge, die sie beantworten und erledigen sollten.
Die Leitfiguren sollten die Kinder anregen selber Fragen zu formulieren und sie in ihrem Vorwissen abholen. Beide Figuren wurden von uns selber angefertigt. 


Simone Kleiber: Dank der Figurenwahl sprudelten bei mir die Ideen für das Programm an den beiden Frühlingserlebnistagen. Sie inspirierten mich sehr!

Mir kommt es manchmal vor, wie wenn die Kinder nur dank meiner Figur so fokussiert auf das hier und jetzt sein können.


Aus welchen Materialien sollen Leitfiguren sein? Müssen sie aus Waldmaterialen hergestellt sein, um authentischer zu wirken?

Simone Kleiber: Gerne gestalte ich meine Figuren selber. Dies ist zwar zeitaufwändiger aber mit selber angefertigten Figuren zu spielen, fällt mir leichter. Oft probiere ich auch gern neue Sachen aus. Im Figurenspiel sind fast keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass man daran denkt, die Leitfiguren für das Spiel draussen transportierbar zu machen. Ist die Figur zu gross, passt sie nicht mehr in den Rucksack. Ist sie klein und zierlich könnte sie in einem Hosensack kaputt gehen.


Nathalie Bossi: Leitfiguren können für mich ganz verschieden sein: selber hergestellt oder nicht, ganz aus Waldmaterialien oder überhaupt nicht. Für den Einsatz im Wald lohnt es sich sicher «wetterfestes» und stabiles Material zu wählen, da die Figur als Leitfigur immer wieder zum Einsatz kommt. Was sicherlich auch noch gut überlegt sein sollte, ist wie kompliziert bzw. einfach die Figur zu spielen ist: Braucht es im Vorfeld noch Zeit diese „anzuziehen“ (wie der Eichelhäher; Handpuppe) oder kann sie als Figur bereits platziert sein und wenn das Publikum da ist, spielbereit genommen werden?

Was ist beim Figurentheater besonders wichtig? Was sollte man vermeiden?

Simone Kleiber: Ich vermeide es Belehrungen auszusprechen oder therapeutische Dialoge. Für therapeutische Gespräche bin ich nicht ausgebildet.

Leitfiguren helfen meiner Meinung nach, unsichtbare Phänomene und komplexe Zusammenhänge wie Wetter, Luft oder Temperatur zu «verstehen» und diese «sichtbar» zu machen.


Wie und wo setzt du Leitfiguren ein?

Simone Kleiber: Leitfiguren setzte ich sehr gerne bei Kindern im Altern von 4-8 Jahren ein. Sie helfen mir und den Kindern, einfacher in eine Materie einzutauchen: Neue Blickwinkel zu eröffnen, die Kinder abzuholen und sie willkommen zu heissen. Durch das Thema wie zum Beispiel die vier Elemente, entstanden Fantasie-Leitfiguren wie der Wolkenvogel oder die Wasserfee. Den Wolkenvogel haben die Kinder nie gesehen. Die Kinder hörten Geschichten über ihn und fanden seine Spuren. Die Wasserfee war eine selbst gebaute Libelle. Es ist mir wichtig, dass wir Tiere verwenden, welche es im Wald auch gibt. Beim Wasserforschen haben einige Kinder sogar eine Libellenlarve gefunden.
Diesen Herbst werden Nathalie und ich in die Welten der Eulen und Mäuse eintauchen. Wie wir die Leitfiguren gestallten werden, ist noch nicht klar. Sie sollen jedoch einfach zu transportieren sein, dadurch sind kleinere Figuren, die im Hosensack Platz haben, am besten geeignet.
Bis jetzt habe ich mich noch nicht getraut, mit einer Erwachsenengruppe ein Figurenspiel durchzuführen. Es würde mich aber sehr reizen, dies einmal zu versuchen.

Was ist für dich das Wichtigste am Figurenspiel?

Simone Kleiber: Ich versuche meine Figur zu «fühlen», in ihre Welt einzutauchen. Das macht mein Spiel authentisch und sobald das Figurenspiel authentisch ist, sind die Zuschauer in der Geschichte und voll mit dabei.


Nathalie Bossi: Figuren sind meiner Meinung nach eigene Persönlichkeiten und sollen darum unbedingt ihre eigenen Charakteren haben. Dies hilft mir auch für das spontane Spiel mit Figuren und unterstützt, das sich Einlassen auf die Kinder und ihre Aussagen; aber auch, dass die Kinder auf die Figuren reagieren.

Warum gerade Figurenspiele in der Natur spielen?

Simone Kleiber: Die Welt der Natur ist riesig. Im Wald kann man sich «fast vor lauter Bäume» verirren, da kann eine bezaubernde Fee, eine vorwitzige Maus oder sogar eine klitzekleine Ameise sehr hilfreich sein. Mir kommt es manchmal vor, wie wenn die Kinder nur dank meiner Figur so fokussiert auf das hier und jetzt sein können. Zum Beispiel kann die klitzekleine Ameise den Kindern einen ganz anderen Blickwinkel zum Thema Waldboden eröffnen. Es ist erstaunlich zu merken, wie dank der klitzekleinen Ameise die Achtsamkeit auch zu ganz kleinen Lebewesen an Gewicht zu nimmt.


Nathalie Bossi: Ich habe gemerkt, wie stark Leitfiguren helfen können, eine Gruppe für ein Thema bereit zu machen, die Neugier zu wecken und den Fokus auf etwas zu setzen. Meiner Meinung nach eignen sich Leitfiguren für den Einstieg z.B. in die Thematik «Spurensuche», um mit der Gruppe in den «Flow» zu kommen.
Nach unseren gemachten Erfahrungen wecken Leitfiguren Begeisterung, helfen konzentriert wahrnehmen zu können, leiten an, danach selbständig Erfahrungen machen zu können und unterstützen die Kommunikation, dass die gemachten Erfahrungen mit der Gruppe geteilt werden können.
Leitfiguren helfen meiner Meinung nach, unsichtbare Phänomene und komplexe Zusammenhänge wie Wetter, Luft oder Temperatur zu «verstehen» und diese «sichtbar» zu machen. Natürlich muss dies sehr sorgfältig durchdacht werden, damit nicht «falsche Bilder» gelernt werden. Vielmehr sollen die Kinder an Naturphänomene herangeführt werden. Sie sollen eigene Vermutungen und Fragen formulieren, diese selber überprüfen können und ihre Schlüsse daraus ziehen.

Leitfiguren sind wichtige Bezugspunkte und begleiten die Kinder durch den Tag. Sie sind wahre «Eisbrecher» und können die Kommunikation erleichtern. Kinder treten schnell in Kontakt und mündlichen Austausch mit Leitfiguren.


Warum findet ihr es besonders wertvoll, die Figuren nach draussen zu nehmen?

Simone Kleiber: Bei gezieltem und sinnvollem Einsatz von Leitfiguren sehe ich eine grosse Chance, diese als Türöffner im Umgang und Zugang zur Natur, die ja sehr vielfältig und verschieden sein können, zu nutzen. Durch die Arbeit mit Leitfiguren kann ich den Kindern eine verständliche Brücke bauen, in welche ich komplexe Themen vereinfacht und auf spielerische Weise vermitteln kann.


Nathalie Bossi: Leitfiguren helfen in Kontakt mit der Umwelt zu kommen, Erfahrungen mit ihr zu erleichtern, diese zu unterstützen und zu begleiten. Wichtig ist, dass das Figurenspiel auf den jeweiligen Ort, die Themen der Veranstaltung und die Aktivitäten angepasst werden – damit die Natur nicht zur Kulisse verkommt - sondern der essenzielle Teil davon ist. Die Themenauswahl und die passende Figur dazu sind grundlegend.
Leitfiguren sowie das Figurenspiel können einen anderen Zugang zur Umwelt ermöglichen und die Regelmässigkeit des Draussen sein unterstützen; denn als festes Ritual fördern sie strukturierte und wiederkehrende Abläufe und den regelmässigen Besuch unterschiedlicher Orte in der Natur.
Leitfiguren helfen den Waldalltag zu rhythmisieren und ritualisieren. Dies wiederum hilft, den Kindern einen wiederkehrenden Ablauf vorzugeben, der dazu beiträgt, dass sie wissen was kommt und ihnen so Sicherheit gibt – auch in einer neuen Gruppe.

Warum denkt ihr, dass euer Figurenspiel einen nachhaltigen Eindruck bei den Kindern hinterlassen hat?

Simone Kleiber: Durch den Einsatz der Leitfigur waren die Kinder den ganzen Tag hindurch sehr aufmerksam, sie waren sehr konzentriert und wollten dem Figurenspiel zuhören und wissen wie es weitergeht. Es war eindrücklich zu beobachten, wie die Figuren den erhofften „Türöffnereffekt“ auf die Kinder ausübten und wie schnell die sie in Beziehung mit den Figuren traten.


Nathalie Bossi: Die Leitfiguren und das Figurenspiel haben uns geholfen, den Fokus auf einen besonderen Aspekt zu setzen, Begeisterung zu wecken und die Aufmerksamkeit zu bündeln. Das Figurenspiel kann dazu anregen, im freien Spiel von sich heraus Dinge anzugehen, sich dafür zu interessieren, fragen zu stellen, umzusetzen ...

Konnten die Kinder mit eueren Figuren auch spielen?

Nathalie Bossi: Simone und ich haben uns im Vorfeld dazu entschieden, dass die Kinder nicht mit diesen Figuren spielen sollten. Wir wollten die Kinder jedoch dazu motivieren, selber Figuren herzustellen und damit zu spielen. Im Wald geht das wunderbar – das Material steht uneingeschränkt und spontan zur Verfügung. Kinder haben während des Freispiels ein Nest und andere Behausungen (mit Vorrat!) für den Eichelhäher gebaut. Anschliessend haben sie mit ihren eigenen Stecken-Figuren ihre Behausungen bespielt.

Kinder beim Freispiel mit eigenen Figuren

Leitfiguren sind für mich...

Simone Kleiber: Leitfiguren begleiten mich schon mein Leben lang, manchmal intensiver, manchmal nur in Gedanken. Beim Zuschauen wie jemand mit Leitfiguren arbeitet, faszinieren die Leitfiguren nicht nur die Kinder, sondern reissen auch mich in den Bann ihrer Wirkungskraft. Ich liebe es, immer wieder in die Welten und Geschichten der Leitfiguren einzutauchen und geniesse dabei, den Zugang zu einer faszinierenden eigenen Welt erleben zu dürfen. Verbunden mit einer Reise in die Fantasie, erlebe ich ein Thema vielseitiger und prägender.

Nathalie Bossi: Leitfiguren sind für mich hilfreich bei altersgemischten Gruppen, Gruppen, die sich noch nicht kennen und bieten eine wertvolle Möglichkeit, zusammen auch einfach einmal von Herzen zu lachen und alle auf einer anderen Ebene abzuholen. Sie helfen einen emotionalen Bezug zum Thema zu schaffen. Leitfiguren sind eine wichtige Unterstützung, um den roten Faden der Veranstaltung zu unterstützen bzw. zu bilden.

Leitfiguren sind schwierig, weil...

Nathalie Bossi: ... das Figurenspiel nicht immer gleich gut gelingt.
Leitfiguren können von der Gruppe abgelehnt werden. Es ist ratsam sich im Vorfeld mit dieser Möglichkeit auseinander zu setzen und mögliche Strategien «im Rucksack» zu haben wie damit umgegangen werden kann.


Simone Kleiber: Figuren brauchen die ganze Überzeugung des Spielers. Wer nicht das nötige Flair oder die Bereitschaft dazu hat, sollte es lieber bleiben lassen. Leitfiguren brauchen Zeit. Bevor das Figurenspiel beginnt, ist es ratsam, dass sich der Spieler einen kleinen Moment Ruhe könnt, bevor es losgeht. Auch für das Üben des Figurenspiels, die Planung der Geschichte und die Wahl der Form des Figurenspiels braucht es im Vorfeld Zeit und bewusste Entscheidungen.

Zu guter Letzt: werdet ihr weiterhin mit Figuren spielen? Was nehmt ihr mit?

Simone Kleiber: Ja, auf jeden Fall! Das Spiel mit den Leitfiguren hat mich selber «geweckt», meine Sinne geschärft und meine Kreativität gesteigert - was sich auch in der Planung widerspiegelte. Der Einsatz meiner Leitfiguren gab, aus meiner Sicht, der Rhythmisierung, der Planung und der Durchführung eine Aufwertung und eine logische Abfolge. Die Zusammenarbeit mit Nathalie Bossi vertiefte sich und wir waren uns gegenseitig vertraut, was das Bespielen der Leitfiguren vereinfachte. Unser reger Austausch gab mir die Sicherheit. Auch wenn eine von uns beiden ausgefallen wäre, hätten wir beide Rollen spielen können. Diese Erkenntnis ist bedeutend für mich. Denn wir beide wussten voneinander, was die andere machen wollte. Nathalie und ich teilen ähnliche Werte und Vorstellungen, im achtsamen Umgang mit der Natur.


Nathalie Bossi: Leitfiguren sind für mich wichtige Bezugspunkte und können neben den Bezugspersonen den Kindern Sicherheit und festen Rahmen (Ablauf, Ritual) bieten. Sie begleiten die Kinder durch den Tag. Sie sind wahre «Eisbrecher» und können die Kommunikation erleichtern. Kinder (viele Kinder haben uns vor den Erlebnistagen nicht gekannt) treten schnell in Kontakt (schauen den Eichelhäher an, möchten ihn streicheln) und mündlichen Austausch mit Leitfiguren. Sie fragen und erzählen ihnen persönliche Dinge.
Das Spiel mit Figuren ermöglicht Wunderbares!

 

Darum möchten wir alle ermuntern: Auf in den Wald und los zum Spielen!

Über Nathalie Bossi und Simone Kleiber

Kennengelernt haben sie sich an der Weiterbildung bei SILVIVA - am Lehrgang CAS Naturbezogen Umweltbildung, den sie beide im November 2018 erfolgreich abgeschlossen haben.
Beide haben sie schnell gemerkt, dass sie einfach gerne zusammen unterwegs sind - besonders im Wald. So haben sie bereits in kürzester Zeit verschiedene Projekte zusammen im Wald umgesetzt – so auch die Veranstaltungen hinsichtlich ihrer Zertifikatsarbeit.


Simone Kleiber ist seit anfangs 2019 selbständig Sie arbeitet in verschiedenen Projekten mit und bietet eigene Kurse an:

www.kleiber-wald.com


Nathalie Bossi arbeitet bei naturspielwald in unterschiedlichen Bereichen mit: in der Waldspielgruppe und als Lehrperson in der Waldschule Baden.

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