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Einblick in die Zertifikatsarbeiten 2025

#aus den Kursen

Eine Auswahl von Zertifikatsarbeiten aus dem CAS Naturbezogene Umweltbildung zeigt die Vielfalt von Themen und Ansätzen, die im Rahmen dieser Weiterbildung vertieft bearbeitet werden können.

Begeisterung für Insekten bei Kindern wecken

von Bähram Alagheband

Kinder bewegen und lernen gerne in der Natur, doch bei Insekten reagieren viele mit einem «Wääh» oder Zurückhaltung. Wie können Neugier und Begeisterung bei Kindern geweckt werden? Tierfilmer Bähram Alagheband bietet mit seiner Insects and stories GmbH Insekten-Workshops an und hat im Rahmen seiner CAS-Arbeit 14 Umfragen bei rund 240 Kindern des Zyklus 1 und 2 gemacht, vorwiegend an Schulen sowie im Rahmen seiner Tätigkeit als Exkursionleiter im Regionalen Naturpark Jurapark Aargau.

Ziel war es herauszufinden, welche Methoden und Aktivitäten bei Kindern am besten ankommen. Dabei zeigte sich, dass die forschende Methode (Insekten mit Fanggläsern fangen, Einsatz von speziellen Mikroskopen) und die Sinnes-Methode (Insekten-Präparate anfassen) am besten ankommen. Weitere Recherchen und Expert*innen-Gespräche bestätigten, dass die Kombination mit anderen Aktivitäten ideal ist wie zum Beispiel das Zeigen einer Powerpoint-Präsentation mit Insektenvideos und besonderen Verhaltensweisen, beispielsweise der Symbiose zwischen Ameisen und Blattläusen (melken/bewachen).

Mit welchen Methoden kann man in der Natur die psychische Gesundheit von Kindern stärken

von Susanne Altorfer

Meine Arbeit untersucht, wie Naturerlebnisse die psychische Gesundheit von Kindern stärken können. Im Rahmen meines Praktikums wurden verschiedene Aktivitäten mit Kindergarten- bis Mittelstufenkindern durchgeführt und unterschiedliche Methoden – sinnliche, erkundende, spielerische, gestalterische oder achtsame – in der Natur erprobt. Die Beobachtungen zeigen, dass Kinder aller Altersstufen stark von Aufenthalten in der Natur profitieren: Sie kommen zur Ruhe, entwickeln Selbstvertrauen, erweitern ihre Sozialkompetenzen und können Gefühle besser wahrnehmen. Die Motivation ist bei jüngeren Kindern meist von selbst hoch, während ältere mehr Anleitung und gut geplante Aufgaben benötigen, aber dann ebenso in den Flow finden. Zentral ist weniger die Methodenwahl als vielmehr Zeit, Raum und eine gute Beziehung zwischen Lehrperson und Kind. Natur schafft dafür ideale Bedingungen. Ich schliesse daraus, dass regelmässige Naturtage einen wichtigen Beitrag zur psychischen Gesundheit leisten und in allen schulischen Stufen verankert werden sollten.

Die Eiche im Wandel der vier Jahreszeiten

von Simon Bühler

Über ein Jahr hinweg durfte ich mit einer dritten Klasse aus Wetzikon die Eiche als treue Begleiterin erleben. An vier Waldtagen im Herbst, Winter, Frühling und Sommer, erforschten die Kinder, wie eine Eichel keimt, wie ein Baum wächst, warum Bäume gefällt werden und welche Tiere mit der Eiche verbunden sind. Sie sammelten Eicheln, zogen eigene Jungbäume heran und pflanzten diese schliesslich gemeinsam im Wald.
Die Kinder lernten nicht nur ökologische Zusammenhänge kennen, sondern auch, dass wir im Wald Gäste sind. Am stärksten in Erinnerung blieb ihnen das eigene Pflanzen der Eichen ein Erlebnis, dass sie hoffentlich ein Leben lang begleiten wird.
Dieses Projekt zeigt, Natur wird dann bedeutsam, wenn wir sie selbst erleben, gestalten und Verantwortung übernehmen dürfen.

(Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI erstellt)

Wilde Kräuter statt wilde Kämpfe! Naturerlebnisse im Bauernhofkindergarten

von Valérie Genoud

Meine Arbeit im Bauernhofkindergarten könnte nicht idyllischer sein. Die Kinder springen in Pfützen, beobachten Insekten, fangen Frösche, erfinden Geschichten – Stock und Stein werden zu magischen Utensilien … oder zu Waffen. Oft höre ich: „Das ist meine Pistole“, „Mein Schwert beschützt mich“, „peng, peng – ihr seid tot“. Dann weicht die kindliche Magie der Realität unserer Welt. Schade – denn wir könnten so schön im Einklang mit der Natur lernen.
In meiner Zertifikatsarbeit untersuche ich, wie wir Kinder motivieren können, Naturmaterialien kreativ und friedlich zu nutzen, statt für Kriegsspiele. Der Bauernhofkindergarten bietet dafür viele Chancen: Kräuter sammeln, Tiere versorgen, Werkeln, Forschen, Sinneserfahrungen. Solche NUB-Angebote fördern Fantasie, Kooperation und Achtsamkeit. Ich lade dich ein, einzutauchen und zu entdecken, wie Naturerfahrungen Wege zu einem friedlicheren Miteinander eröffnen.

 

Menschen mit Beeinträchtigungen begegnen dem Wald

von Sandra Manser

Die Arbeit untersucht, wie naturbezogene Waldangebote auf erwachsene Menschen mit Beeinträchtigungen wirken. An sechs Waldnachmittagen wurden Aktivitäten zur Sinneswahrnehmung und Kreativität durchgeführt und anhand von Beobachtungen und Umfragebögen ausgewertet. Die Teilnehmenden erlebten den Wald vor allem als erholsam, beruhigend und anregend. Das Stresslevel veränderte sich kaum, da viele bereits wenig Stress angaben. Eine bei einigen vorhandene Hemmschwelle gegenüber dem Wald konnte teilweise verringert werden. Genannte Gründe für zukünftige Waldbesuche waren Ruhe, Bewegung, Naturbeobachtungen und Erholung. Die Durchführung zeigt zudem, dass mehrstündige und niedrigschwellige Angebote dieser Art tragfähig sind und positive Erfahrungen ermöglichen.

Entdeckungsreise in die phänologischen Jahreszeiten

von Nicole Moraz

Die Autorin, eine Umweltpsychologin und Rangerin, beschreibt ein Projekt zur kindgerechten Vermittlung phänologischer Konzepte und deren Zusammenhang mit dem Klimawandel durch Exkursionen und Umweltbildung.
Die Phänologie – die Lehre von wiederkehrenden Naturphänomenen – bietet Kindern spannende Einblicke in die Zusammenhänge zwischen Natur und Klima.
Exkursionen für 8- bis 11-Jährige fördern durch interaktive und erlebnisorientierte Ansätze wie Beobachtung, Spiel und kreative Aktivitäten (z. B. das Führen von Tagebüchern) das Verständnis für jahreszeitliche Veränderungen und deren Ursachen. Mit Methoden wie dem Lernsandwich-Prinzip und der Flow-Theorie nach Cornell werden kognitive Inhalte mit Sinneseindrücken und Emotionen verknüpft.

Kinder lernen, wie der Klimawandel Naturereignisse beeinflusst und wie sie selbst aktiv zum Umweltschutz beitragen können – etwa durch das Säen von Wildblumen, den Verzicht auf das Elterntaxi oder das Anlegen von Laubhaufen für Igel. Die Exkursionen zeigen: Naturwissen wird lebendig, wenn es direkt erlebt wird. So wird Umweltbildung nachhaltig und greifbar.

(Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI erstellt)

Ich packe in meinen Rucksack…

von Nicole Spicher

…ultraleichte und ortsunabhängig einsetzbare Aktivitäten für die naturbezogene Umweltbildung mit Jugendlichen auf Mehrtagestouren. Denn anderes Lernmaterial muss aus Platz- und / oder Gewichtsgründen zu Hause bleiben. Eine Route mit attraktiven Tagesetappen und geeigneten Lagerplätzen noch zu einem Hochmoor mit Sonnentau oder einer bewohnten Biberburg führen zu lassen, ist kaum planbar. Mit 17 Jugendlichen teste ich während eines zweitägigen Mini-Trekkings materialarme und flexibel einsetzbare Aktivitäten und sowie das für Übernachtungen besonders spannende Thema der Nachtaktivität. Was funktioniert? Was fehlt? Was gefällt? Wo gibt es Anknüpfpunkte zum Lehrplan 21?
Wie erwartet, wird das Mini-Trekking zu einem eng getakteten, aber auch sehr eindrücklichen Erlebnis. Die Naturpädagogik und die Erlebnispädagogik lassen die Jugendlichen staunen – über ihre Umwelt und über sich selbst. Wer hätte schon gedacht, dass eine Fassadenbeleuchtung der Kirche die Fledermäuse verschlafen lässt?

Amphibien als Botschafter für die Biodiversität

von Verena Tüscher

Im Rahmen meiner Zertifikatsarbeit für den CAS «Naturbezogene Umweltbildung» habe ich mich für die Verbindung von den Amphibien mit der Biodiversität entschieden. Während meines Praktikums im Naturlehrgebiet «Buchwald» im Jahr 2024 sind mir sowohl die Amphibien als auch das Gebiet mit seiner Artenvielfalt sehr ans Herz gewachsen. Diese Erfahrungen haben mich motiviert, die Amphibien und die Biodiversität in meiner Arbeit zu vereinen, mit dem Ziel, Kindern und Erwachsenen die Amphibien näherzubringen, und sie gleichzeitig für die Biodiversität zu sensibilisieren.
So kehrte ich für das NUB-Praktikum ins Naturlehrgebiet «Buchwald» zurück und konnte den Schulklassen die beiden Themen anlässlich von verschiedenen Aktivitäten näherbringen. Nach einem sinnlichen Einstieg in die Themen machten wir uns auf den Weg, um die verschiedenen Lebensräume und ihre tierischen Bewohner zu entdecken.

Anschliessend diskutierten wir, was die besprochenen Tiere bräuchten, dass es ihnen überall so gut gehen würde wie im Naturlehrgebiet. In einem Rollenspiel durften die Kinder als Anwälte der Tiere auftreten und die Forderungen ihrer Mandanten mitteilen. Der Abschluss bildete ein lustiges Amphibienrennen mit selbst gebastelten, hüpfenden Fröschen.
Die Schülerinnen und Schüler lernten im Naturlehrgebiet nicht nur einzelne Amphibien kennen, sondern erlebten, dass die Biodiversität ein Netz aus verschiedenen Beziehungen ist, die alle in irgendeiner Form miteinander verknüpft sind. Sie konnten die Natur bei den Aktivitäten an diesem Anlass mit allen Sinnen spüren und erleben und wurden ermutigt, sich für die Vielfalt des Lebens einzusetzen. Ich hoffe, dieser Besuch im Naturlehrgebiet bleibt den Kindern lange in guter Erinnerung und veranlasst sie, einen rücksichtsvollen, aber auch neugierigen und offenen Umgang mit der Natur zu pflegen.

Sprachfördernder Unterricht im Wald

von Mireille von Arx

Meine Arbeit widmet sich der Fragestellung, wie der Unterricht im Wald sprachfördernd gestaltet werden kann. Dass der Sprachförderung in der Schule eine zentrale Bedeutung zukommen muss, ist zweifellos, denn 56% der 7- bis 15-Jährigen hierzulande haben einen Migrationshintergrund.
Welche Methoden der Naturbezogenen Umweltbildung eignen sich denn nun besonders für einen sprachfördernden Unterricht im Wald?
In dieser Arbeit werden die Grundsätze eines sprachfördernden Unterrichts dargelegt und 10 Methoden daraufhin erprobt, wie sprachfördernd sie sind. Die 10 Methoden werden mehrheitlich mit einer sprachlichen Ergänzung durchgeführt und danach mit einem Kriterienraster beurteilt. Dabei wird auch dem Aspekt, ob die Schüler:innen Freude am Lernen hatten, mit einer Kurzreflexion Raum gegeben.
Zum Schluss werden die 5 wesentlichen Merkmale von sprachfördernden Methoden herausgearbeitet und die 10 Methoden in diesem Zusammenhang betrachtet.

Methoden im Vergleich
Welche Aktivitäten zeigen eine nachhaltige Wirkung?

von Claudia Zemp

Die Arbeit untersucht, welche Methoden in naturbezogenen Waldangeboten den nachhaltigsten Lerneffekt bei Kindern erzielen. Während sechs Waldmorgen mit Klassen des Zyklus 2 wurden unterschiedliche Aktivitäten zu Bodentieren, Bäumen und dem Ökosystem Wald durchgeführt und anschliessend mit Lernkontrollen verglichen. Besonders wirksam waren kooperative Aufgaben, in denen die Kinder ihr Wissen austauschten und Beobachtungen gemeinsam deuteten. Auch kurze Geschichten und persönliche Bezüge förderten das Behalten von Inhalten. Weniger erfolgreich waren Methoden mit starkem Fokus auf Schnelligkeit oder Einzelaktionen. Die Ergebnisse zeigen, dass dialogische Sequenzen, Gruppenarbeit und emotional bedeutsame Naturerfahrungen besonders zum nachhaltigen Lernen beitragen.

(Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI erstellt)

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