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NUB im urbanen Raum 2018 - Naturerlebnis Pausenplatz

Im Rahmen des CAS Naturbezogene Umweltbildung, im Kurs "Naturbezogene Umweltbildung im urbanen Raum 2018" sind verschiedene Blogbeiträge zu Umsetzungen zu "Lernen in der Stadtnatur" entstanden. Sie werden hier in diesem Format veröffentlicht.

Danke allen Autor*innen und Beteiligten.


Der nächste Kurs "NUB im urbanen Raum" findet vom 16.-18. August 2019 in Zürich statt.

Dinah Muggler-Raveane

Was bietet unser Pausenplatz?

Uff, geschafft! Wieder eine Lektion im Klassenzimmer erfolgreich hinter mich gebracht, ich bin schlapp.

Jetzt bloss in die Pause, nach draussen. Den Kopf lüften. Durchatmen. Den Kaffee nehme ich mit.

Bei den Kindergärtlern muss man ja gut schauen. Die Schüler spielen schon selbstständiger.

Da ist die Schaukel, die Rutschbahn, das Klettergerüst. Der Sandkasten für die Kleinen. Die Betonröhren zum durchkrabbeln.

Ach! Schon wieder Streit bei der Nestschaukel…

Was machen denn die Kleinen dort?

Reissen Blätter ab und „kochen“ Zaubersuppe im Sandeimer!

Darf man diese Blätter abreissen?

Was wächst denn da genau? Alles okay, das ist Salbei aus unserem Schulgarten, das wuchert ziemlich.

„Hey Kinder, riecht mal daran! Merkt ihr, wie weich diese Blätter sind?“

Und schon machen wir wunderbare Duftfeen, ich hole Gazestoff und Bindfaden. Die Blätter zusammenknüllen und als Kopf im Stoff abbinden. Vielleicht braucht sie noch Flügel? Da: ein rotes Blatt der wilden Rebe: Perfekt!

Und daneben leuchten die Hagebutten der Wildrose. Das gibt Feen- Babys! „Jetzt brauchen sie ein Bett!“ verkünden die Zwillinge. 

Vielleicht aus der Weide? Die Ruten sind geschmeidig und biegsam.

Zufrieden flechten sie ein Himmelbett aus Weidenzweigen.

Die Pause ist längst vorbei. Der Kaffee kalt.

 

Nach der Schule will ich es genauer wissen:

Was wächst genau im Schulgarten? Auf dem Pausenplatz?

In den Beeten neben den Gehwegen, in den Rabatten, auf dem Wiesenstreifen neben dem Sportplatz?

Ich erkundige mich beim Hausmeister der Schule:
Gibt es einen Pflanzplan? Ja, den gibt es.

In den Rabatten ist es ein Konzept nach Farben, von zartrosa bis violett, arrangiert nach ästhetischen Grundsätzen eines Garten -Architekten.

Wenig Einheimisches, viel Exotisches. Natürlich nichts Giftiges.

Viele Sträucher, Bäume, Steine, Unkraut.

Ich beginne zu fotografieren und zu kartieren:

Was wächst wo? Wie kann man es nutzen?

Ich stosse auf ein Reichtum an Vielfalt, gewollt und gepflanzt aber auch angeflogen oder verwildert.

Und die Gedanken purzeln durcheinander:

Es gibt eine unglaubliche Fülle an Natur vor der Haustür!

Es muss nicht ein ganzer Waldmorgen sein, kein geplanter Natur-Tag.

Mit dem genauen Blick und kreativen Ideen kann einfach und niederschwellig draussen unterrichtet werden.

Im Kleinen wie im Grossen.


Projekt: Naturerlebnis Pausenplatz

Ich beginne mit der Sammlung von Ideen zu verschiedenen Pflanzen und Naturmaterialien.

Suche nach Literatur und erstelle eine Sammlung von Pocket-Cards (Bäume, Steine, Gartenkräuter und Weiden). Dabei wird eine Pflanze oder ein Material vorgestellt und beschrieben. Ich notiere Erkennungsmerkmale, Besonderheiten und Standort auf dem Areal sowie einige Ideen zur Verwendung des Materials, bzw. in welchem Buch sie zu finden sind.

An einem Weiterbildungstag lade ich alle Lehrpersonen Zyklus 1 zum Erkunden des Pausenplatzes ein. Was bietet unser Pausenplatz? Was blüht gerade? Welche Pflanze, welches Material interessiert dich, berührt dich?

Mit Hilfe der Pocket-Cards und einer Ideensammlung aus Literatur und dem Netz stellen wir Aktivitäten zusammen und stellen sie einander vor.

Machen wir ein Garten-Tag? Eine Projektwoche? In welcher Jahreszeit?

Ich nehme mit dem Schulhaus-Abwart Kontakt auf: Gibt es schulinterne Richtlinien über die Verwendung des Naturmaterials (Rückschnitte, Laub etc.)?

Ich informiere ihn über das Projekt und hole seine Meinung ein. Viele Köpfe haben viele Ideen. Vielleicht fliegt der Samen meiner Begeisterung weiter. Wie das Unkraut am Wegrand.

Netzwerk

  • Naturlehrgarten Loorstrasse: Angebot der Stadt Winterthur, kleiner aber feiner Garten mit Beschilderung, tolle wechselnde Workshops für Familien und Naturmenschen.
  • Waldzauber: Wald- und Naturangebote für Kinder und Erwachsene in Winterthur, für Weiterbildungen buchbar (Gruppen).
  • Naturmuseum Winterthur: Sichtungen von Wildtieren auf Stadtgebiet, gute Informationen zur Natur in der Stadt.
  • Naturgartenstadt: Verein in Winterthur mit dem Ziel, die Artenvielfalt in der Stadt zu fördern (Projekte, Merkblätter etc.).
  • NVWV: Der Naturschutzverein Winterthur Wülflingen/ Veltheim engagiert sich mit vielen Projekten und Anlässen für eine grosse Artenvielfalt. Tolles Kinderprogramm (Stieglitz).
  • Bei Projekten und Anlässen rund ums Schulhaus: Mit dem Hauswartungs-Team vernetzen!
    Die Hauswartungen betreuen die Gärten und Grünflächen der Schulanlagen. Je nach Jahreszeit werden Blätter und Früchte eingesammelt, Bäume und Sträucher zurückgeschnitten und das Schnittgut entsorgt. Will man dieses Naturmaterial nutzen, braucht es eine enge Zusammenarbeit, um Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden!

Download Pocket-Cards

Pocket-Card Bäume
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Pocket-Card Gartenkräuter
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Pocket-Card Steine
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Pocket-Card Weide
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Download Veranstaltungsplanung

Projekt Naturerlebnis Pausenplatz
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Naturbezogene Umweltbildung im urbanen Raum

zum Kurs NUB im urbanen Raum

 

Der nächste Kurs findet vom 16. bis 18. August 2019 statt.

CAS Naturbezogene Umweltbildung

CAS Schnuppertag

Informationen und Anmeldung

 

Die nächsten Schnuppertage zum CAS Lehrgang finden im November 2019 und Februar 2020 statt.


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